15. Juli 2017

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YOUNG CHINESE DOGS

Young Chinese

Schön, dass es in München neben der allgegenwärtigen Elektro-Szene auch noch Bands gibt, die die gute, alte, handgemachten Musik zelebrieren. Die „Young Chinese Dogs“ brauchen keine 12 Mann starke Roadie-Crew, keine große Background-Band und erst recht keine Computereffekte. „Wir sind eine Rock’n’Roll-Band, die nur Instrumente spielt, die akustisch sind. Wir haben keine Elektronik, keine E-Gitarren, keine Verstärker – und alles, was wir spielen, tragen wir mit unseren beiden Händen zu unseren Konzerten“. Da mussten wir natürlich mal reinhören.

„Wir sind eine Folk-Pop-Band mit lauten Trommeln, lauten Gitarren, die manchmal mehr nach Rock’n’Roll klingt als nach reiner, akustischer Musik“ – so stellen sich die drei kreativen Musiker in ihrem Porträt vor. „Die Musik ist mal schnell, mal langsam, mal mehr so ‚Hau drauf‘ – und sehr emotional“.

Unterstützt von der „Initiative Musik“, einer staatlichen Förderung für nationale Künstler, haben die „Young Chinese Dogs“ das Album „Farewell to Fate“ produziert – aufgenommen im Studio, aber auch daheim in den eigenen vier Wänden. Ihre Songs schreiben die drei sympathischen Musiker vorzugsweise an der Isar … klingen deswegen aber trotzdem keineswegs nach bayerischer Bierzelt-Musik, sondern viel mehr nach amerikanisch angehauchtem Folk- oder Indie-Pop.

„Man muss kreativ sein, wenn man keine Snare, kein riesen Keyboard oder Effekte hat – darum ist die Begrenzung im Prinzip das, was uns relativ frei macht“, sagt Sängerin Birte Hanusrichter, die auch als Schauspielerin in TV und Kino tätig ist. Das macht neugierig – wir haben uns die beiden Singles „Sweet Little Lies“ und „This Town is Killing me“ angehört.
Beide Songs gehen sofort ins Ohr – und bleiben da auch. Die handgemachte Musik der „Young Chinese Dogs“ mit zwei akustischen Gitarren, einer Trommel und/oder einem kleinen, tragbaren Klavier könnte man auch im klassischen Singer-Songwriter-Jargon ansiedeln; mit typischen, eingängigen Akkordverbindungen und melancholischen Melodien und Texten.

Die Songs im Akustik-Folk-Style mit Country-Einflüssen sind – teils mehrstimmig – toll gesungen, die Stimmen schön und sauber, die Atmosphäre der Lieder herrlich leicht und frei – und eignen sich daher auch gut als Hintergrundmusik, weil sie beim Zuhören weder anstrengend sind noch zu viel Aufmerksamkeit einfordern. Innerhalb der ersten 30 Sekunden wird das musikalische Material der Songs vorgestellt und dann wiederholt – damit passen die Musiker sehr gut hinein in eine Strömung, die heute sehr verbreitet ist. Und da können sie es getrost mit den großen Künstlern des Genres aufnehmen!

Auch die Musikvideos machen Lust auf mehr: schöne München-Impressionen, in Bild und Ton eingefangene Lebensfreude und ausdrucksstarke Eindrücke einer Band, der man ansieht, dass sie Spaß am Musizieren hat und sich blind versteht.

Die „Young Chinese Dogs“ machen zwar nichts, was es nicht schon gibt – aber etwas, was man sich genau von dieser Art von Musik verspricht und hören will! Gut produziert, sauber gesungen und mit einer herrlich fröhlichen Leichtigkeit und ansteckenden Melodien schlagen die drei Münchner Musiker genau in die Kerbe, die derzeit absolut angesagt ist! Wir finden: sehr gut gemachte Musik zum Dahinträumen. Und live, so sagt man, sollen die drei Musiker ein ganz besonderes Erlebnis sein. Wir werden uns davon natürlich auch selbst noch überzeugen.

Mehr Infos unter: http://youngchinesedogs.com

1 COMMENT

  • Kathi

    Sehr wahr – live sind Young Chinese Dogs der absolute Hammer (so natürlich auch :))!

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