13. Juli 2017

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Wiesn Bierprobe 2014 – innere Ruhe durch den Hopfen

Wiesn Bierprobe 2014 – innere Ruhe durch den Hopfen

Einige Tage vor der Wiesn lädt  der „Vereins Münchener Brauereien e.V.“ mit ihrem ersten Vorsitzenden, Paulaner-Boss Andreas Steinfatt, zur Oktoberfest Bierprobe  in das Bier- und   Oktoberfestmuseum in München ein, so auch am 16. September 2014. Empfangen wurden die Gäste vom Münchner Kindl Maria Newrzella und den 4 Hinterberger Musikanten. Nach In der Gotischen Stube im ersten Stock bat Steinfatt die Gäste um eine kurze Minute der Stille für den verstorbenen Augustiner Boss Jannik Inselkammer. Zum ersten Mal dabei der neue Wiesn-Chef und zweite Bürgermeister Josef Schmid und Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer.

Serviert wurden dann den Brauerei-Bossen Dr. Martin Leibhard (Augustiner),  Bernhard Klier (Spaten), Dr. Michael Möller (Hofbräu), Heiner Müller (Paulaner) und Andreas Steinfatt (Hacker-Pschorr) sowie den  Wiesn-Wirten, Vertretern des Münchner Stadtrates und der Presse die Oktoberfestbiere der sechs Münchner Traditionsbrauereien:
Augustiner-Bräu, Hacker-Pschorr Bräu, Löwenbräu, Paulanerbräu,  Spatenbräu und dem Staatlichen Hofbräuhaus.

Wie sang schon früher der Roider Jackl (Jakob Roider, Bayerischer Volkssänger) :
„Gebts mir oan halberten Eimer gutes g’süffiges Bayerisches Bier“. Das Bier wurde natürlich nicht aus Eimern, sondern aus Gläsern, passend zu den Bieren, getrunken.

Fachmännisch und witzig haben die Braumeister der sechs Münchner Brauereien ihre Biere vorgestellt. Rolf Dummert (Hofbräu) begann mit einem „Ausflug in die Sensorik des Bieres, anschauen, riechen und schmecken. Kabarettreif die Vorstellung von Dr. Michael Müller (Löwenbräu). Das Löwenbräu Bier sei wie der König der Tiere, die weiße Mähne liegt weiß auf, der Körper eindrucksvoll und die 26 Bittereinheiten hauen rein wie beim Löwen die Krallen. Andy Höflinger (Hacker Pschorr) betont, daß das Hacker-Pschorr wieder einmal das dunkelste Bier gebraut hat, für die Farbe ist das dunkle Münchner Malz zuständig. Höflinger: „Das Bier macht einfach Spaß, das lernt man kennen und lieben und es macht keine Kopfschmerzen.“  Harald Stückle (Spaten) verglich das Bier mit einem Besuch auf der Wiesn. Man betrachtet das Zelt, genießt und inhaliert die leicht dezente und florale Hopfenblume. Durch den Hopfen gibt das Spatenbier dem Genießer auch eine „innere Ruhe“ so Stückle. Christian Dahnke (Paulaner) konterte dem Löwen-Vergleich: „Als Löwe gestorben, als Bettvorleger geendet.“  Auch Werner Mayer (Augustiner) hat einen Ausflug in die Tierwelt gemacht: „Das Augustiner läuft runter wie a barfüssige Katz. Wir Brauer sind nur die Dirigenten vom Augustiner Bier, das Konzert spielen die 6 Millionen Hefezellen pro Hektoliter“.

Den Münchner Oktoberfestbieren ist gemeinsam:
– alle Biere weisen eine exzellente Gesamtqualität auf
– alle Biere besitzen ein glanzklares brillantes Aussehen
– alle Biere besitzen eine feinporige, stabile Schaumkrone
– alle Biere sind angenehm spritzig und frisch

Zum Bier gab es Weißbrot, damit ja kein Fremdgeschmack die Zunge narrt.
Wirte-Sprecher Toni Roiderer lobte die Braumeister: „So ein herrliches Bier, das ist jeden Preis wert.“  Roiderer hat jedem Braumeister als Belohnung für das gute Bier den Wirtekrug der Wiesnwirte 2014 in XL Größe überreicht.
Auch Werner Hochreiter von den kleinen Wiesnwirten ist begeistert vom Wiesnbier und den Brauern: „Ihr seid alle in mein Zelt eingeladen.“ Von Edmund Radlinger (Vorsitzender des Schausteller-Verbandes gab es für die Brauer eine Einladung zu einem Wiesnbummel mit Karussellfahrt.

Da die Bierverkostung bei allen Teilnehmern einen großen Appetit ausgelöst hat, wurden im Anschluß die bayerischen Schmankerln mit Begeisterung verspeist. Musikalisch untermalt von den  4 Hinterberger Musikanten,  „a gmiatliche und echte Musi“
Daß Bier ein verbindendes Gesellschaftsgetränk ist, bestätigten die langen und intensiven Diskussionen bis in die späten Abendstunden.

Oktoberfestbier
Der Begriff „Oktoberfestbier“ ist als Marke geschützt (Register-Nummer 1040818). Diese Marke darf ausschließlich von den 6 Münchner Traditionsbrauereien  genutzt werden.
Bier der Marke „Oktoberfest-Bier“ wird speziell zum Münchner Oktoberfest gebraut und muß die dafür klar festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Nur Bier, welches aus einer dieser Brauereien stammt, darf auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden. Jeder gastronomische Betrieb, der „Oktoberfest-Bier“ von einer der Münchener Mitgliedsbrauereien ausschenken und mit „Oktoberfest-Bier“ bewerben möchte, muß den Namen der entsprechenden Mitgliedsbrauerei eindeutig und unverwechselbar mit angeben.
Selbstverständlich wird dieses Bier aus reinen Naturprodukten hergestellt und entspricht dem Münchner Reinheitsgebot von 1487. Nach dem  Reinheitsgebot sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden dürfen. Das Reinheitsgebot schrieb zunächst ausdrücklich Gerste vor, da der wertvollere Weizen oder Roggen den Bäckern vorbehalten war. Später wurde das Reinheitsgebot erweitert und die Brauer durften Weizen und Roggen wieder verwenden.

Bericht: Ingeborg Hoffmann

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