3. November 2017

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Was für ein Blick

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Geisenheimer Rothenberg gehört zu den schönsten Wein-Aussichtspunkten in Deutschland

Das Deutsche Weininstitut DWI und die regionalen Gebietsweinwerbungen zeichnen erstmals in allen 13 deutschen Weinanbau-Gebieten die schönste Weinsicht aus. Im Rheingau fiel die Wahl auf den Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz, das hoch oben auf dem Gipfel des Geisenheimer Rothenbergs steht. Von hier aus erblickt man im Norden den Taunus, im Süden den Rhein sowie im Osten Schloss Johannisberg und im Westen Rüdesheim mit dem Kloster Eibingen und den spektakulären Eingang ins Mittelrheintal. Weiter reicht der Blick über den Rhein nach Bingen bis hin zum Nahebergland und dem Hunsrück. Was für ein Ausblick! Mit der Auszeichnung „Schönste Weinsicht im Rheingau“ bewies das DWI nicht nur Weinblick sondern auch Weitblick, denn der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Doch erst seit kurzem kommt diesem Weinberg (wieder) Kult-Status zu.

Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht jetzt der Geisenheimer Rothenberg kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.
Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken

genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Weingutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.