8. Mai 2016

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Warum Christine Kaufmann im Alter von 70 Jahren immer noch so schön ist

Guter Schlaf macht schön – davon konnten wir uns am 23.03.2015 im Betten Concept Store in München überzeugen. Christine Kaufmann, Schauspielerin und als „Monaco Franze“-Darstellerin für uns sowieso eine Heldin, präsentierte dort ihr neues Nackenkissen „Cat-Zen Pillow“ und zeigte sich – sowohl optisch als auch menschlich im sehr offenen und herzlichen Interview – von ihrer Schokoladenseite.

Wir betreten den Betten Concept Store in der Baaderstraße 7 in München und erleben eine lebensfrohe Christine Kaufmann, die geduldig und lange für die Fotografen posiert. Während sie von den Fotografen in Position „drapiert“ wird, lacht sie und erzählt kleine Anekdoten. Wir stehen daneben und denken: „Wenn wir im Alter von 70 Jahren noch so toll aussehen, dann aber hallo!“ Die Zauberformel lautet: GUTER Schlaf. Das betont die Schauspielerin im anschließenden Interview.

Aber beginnen wir am Anfang: Wie kam sie denn auf die Idee, ein Nackenkissen zu entwerfen (wir finden das übrigens weitaus kreativer, als das 712. Promi-Parfüm präsentiert zu bekommen)? „Ich hatte einmal im Monat Migräne und habe festgestellt, dass das immer kommt, wenn ich verspannt schlafe – und deswegen habe ich die Kissen entwickelt.“ An dem perfekten Kissen tüftelt die kreative Schauspielerin eigentlich schon seit der Geburt ihrer ersten Tochter. Ein eingeklemmter Nerv beim Stillen war der Auslöser, nach einer geeigneten Lösung für ihre Verspannungen zu suchen. Wirklich fündig wurde sie nie. Also hat sie es einfach selbst in die Hand genommen.
Heraus gekommen ist ein innovatives Schönheitskissen, das für entspannten und komfortablen Schlaf sorgt, den Nacken unterstützt und dadurch Verspannungen vorbeugt. Ein Schönheits-Zuckerl liefert das Kissen zudem: durch die optimale Schlafposition zaubert das Nackenkissen frisches Aussehen und wirkt Schwellungen um die Augenpartie und Knitterfältchen im Gesicht entgegen.

Wer so schön sein möchte, wie Christine Kaufmann, sollte also mit Nackenkissen schlafen. Und was sonst noch? GUT schlafen. „Wer ernsthaft Schönheitspflege betreiben will, müsste Schlaf an die erste Stelle setzen. Es geht nicht darum, dass man viel schläft… was zählt, ist die Qualität des Schlafens. Selbst wenn ich nur eine oder eine halbe Stunde GUT schlafe, werde ich nachher ausgeruhter aussehen, als wenn ich schlecht schlafe.“ Und dann fiel eine für uns sehr interessante Aussage in Bezug auf ihre Schönheitsgeheimnisse: „Frauen schön finden. Bei so vielen Frauen meines Alters verhält es sich so: junge Kolleginnen machen sie nervös. Bei mir ist eher das Gegenteil zutreffend. Ich freue mich über andere Frauen und über ihre Schönheit. Die positive Einstellung von einer Frau zur anderen ist ein wesentliches Schönheitsgeheimnis.“ Sie sagt das ehrlich und mit Überzeugung. Und auch wir finden: Neid und Missgunst machen eben einfach hässlich.

Wir sprechen sie auf den Schönheitswahnsinn an, der in der Welt der Models und Schauspielerinnen betrieben wird – zum Beispiel auf Heidi Klum, die derzeit wieder mit erschreckenden Mager-Bildern von sich reden macht. „Ich finde Kate Winslet tausend Mal schöner als Heidi Klum. Kate Winslet ist für mich der Prototyp einer schönen Frau, die alles hat, was erotische Fantasien auslöst: ein üppiger Mund, ihre schöne Haut … das gefällt mir viel besser, als eine abgemagerte Heidi Klum. Ich denke, dass die Medienwelt sich aber auch sehr von der Echten trennt. Ich arbeite ja viel mit jungen Frauen, z. B. im Theater, (…) und da sehe ich diesen Wahnsinn eigentlich nicht. Die haben meistens tolle Figuren, sind sehr appetitlich, haben einen runden, schönen Hintern. Man darf auch bei der Heidi Klum nicht vergessen: wenn man fotografiert wird, ist oft das Dünn-Sein fotogener als das Rund-Sein.“

Bereits in vielen Interviews hat Christine Kaufmann betont, wie viel Wert sie darauf legt, natürlich zu altern. Schönheitsoperationen sind für sie tabu. Viele ihrer Kolleginnen helfen im Alter bei Schönheitsthemen nach. Hat sie keine Angst, aufgrund der jünger erscheinenden Konkurrenz nicht mehr gebucht zu werden? Wie schafft man es, dem Druck von außen erfolgreich zu widerstehen? „Ach, ich werde eh nicht gebucht. Ich bin eine Außenseiterin, was die Schauspielerei angeht. Ich habe mit den besten Regisseuren gearbeitet – aber ich bin keine Mainstream-Schauspielerin; das bin ich nie gewesen. Ich habe sehr früh angefangen, auch andere Dinge zu tun: Bücher zu schreiben, Kissen zu entwickeln … ich spiele zwar immer noch Theater, aber es ist nicht mein einziges Leben. Ich bin viel mehr jemand mit einem weiten Wirkungskreis. Ich glaube nicht, dass ich, wenn ich so geliftet wäre wie einige meiner Kolleginnen, dadurch mehr Rollen bekommen würde. (…) Ich bin einfach in vielen Sachen eine Querulantin und ich habe in Deutschland auch nie so viele Angebote bekommen. Immer nur mit außergewöhnlichen Regisseuren.  Das Resümee meiner Arbeit: ich bin sehr froh, dass ich nie Mainstream gearbeitet habe.“

Auch ihre derzeitige Rolle im Theater ist alles andere als „Mainstream“. „Das Theater ist immer ausverkauft, und das ist für mich ein großer Triumph, denn ich war mir nicht so sicher. Ich spiele da im weitesten Sinne eine „komische Alte“ – und ich wollte das immer! Wer „Monaco Franze“ kennt und die „Olga“:  diese Figur hat mir eigentlich sehr, sehr gut gefallen – und die Rolle dieser Hellseherin im Theater ist ein bisschen wie eine Fortsetzung davon.“
Sehen wir Christine Kaufmann auch wieder in Filmrollen? „Ich habe jetzt ein Angebot für einen Kunstfilm mit einem serbischen Regisseur. Sicherlich werde ich immer wieder Dinge machen, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich an ihnen wachsen kann und sie mich nicht schrumpfen lassen werden.“

Natürlich wollten wir ihr als Münchner Stadtmagazin auch noch ein Statement zu München entlocken. Und das gab es prompt: „Ich bin ja Wahl-Bayerin. Ich war überall in der ganzen Welt – und es gibt keine schönere Stadt als München (…) Man braucht gar nicht weg, hier ist es am schönsten.“

Deswegen wohnt sie auch in München – wo es eben am schönsten ist. Außerdem hat sie einen Golden Globe gewonnen, in Kult-Serien mitgespielt und ist bereits Oma und Uroma – gibt es etwas, das sie sich noch wünscht? „Ich wünsche mir ein Haus mit Garten. Daran arbeite ich. Ein ganz einfaches Haus mit Garten.“

Weitere Infos zu Christine Kaufmann findet ihr hier: http://www.christinekaufmann.eu/
Ihre „Cat-Zen Pillows“ sind in ihrem Online-Shop sowie exklusiv im Betten Concept Store in der Baaderstraße 7 in München erhältlich.

Video: Susanne Butzer

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