18. Januar 2017

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Trike fahren: Auf jedem Meter verwegen

drive and style

„Ein Trike ist vorne ein Motorrad und hinten ein Auto. Oder um es anschaulich zu beschreiben. Es lässt sich unterhaltsamer fahren als ein Cabrio aber wesentlich lässiger als ein Motorrad. Seit 20 Jahren baut ein kleines Unternehmen nahe Köln diese besonderen Fahrzeuge – jedes Jahr mehr. Denn vor allem Genußfahrer entdecken die neue Fahrkultur“.
Andreas Burkert

Als in den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschickte Handwerker aus den noch teils gut erhaltenen Resten einer Harley Davidson und eines alten Autos ein dreiradähnliches Vehicel schraubten, nutzen sie diese vorwiegend als Service-Fahrzeuge. Immer wieder galt es, auf den endlosen Highways im US-amerikanischen Westen liegengebliebene Fahrzeuge zu reparieren. Das Wilde und die Freiheit waren eins mit dem Trike.
Erst später schraubten bärtige Männer Bierfässer auf die freie Fläche hinterm Sitz und zierten ihr Fahrzeug mit einem Fuchsschwanz. Das Trike verkam zur Volksfestattraktion kleiner Dörfer. Als dann irgendwann der letzte Käfer in Brasilien vom Band lief, schien das endgültige Aus der Kultfahrzeuge besiegelt. Denn der Käfermotor galt als das Herz eines richtigen Trikes und das Piratentuch als Kopfbedeckung als Erkennungszeichen furchtloser Fahrer.
Harald Schmitz aber trägt legere Kleidung, wenn er in seiner Werkstatt die neuen Trikes begutachtet. Er ist Chef der 65 Mann starken Rewako Spezialfahrzeuge GmbH aus Lindlar bei Köln, und er lässt seit mehr als 20 Jahren leistungsstarke Dreiradfahrzeuge bauen. Allerdings formen seine Mitarbeiter heute aus glasfaserverstärktem Kunststoff fahrbare Designerstücke, dessen Formen und Farben seriös wirken. Den verbauten Kleinwagenmotor mit bis zu 201 PS verdeckt ein elegant geformtes Heck inklusive serienmäßigem Gepäckfach.

Eine Bilderstrecke gibt es auf: www.drive-and-style.deBildschirmfoto_2012-08-31_um_09.29.05.png