3. November 2017

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Reebok Spartan Race München 2016

Reebok Spartan Race München 2016

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Spartan Race in München – ist das echt so schlamm?

Redakteurin Lotte will es wissen: schafft man als „nicht ganz so sportliche“ mit einem trainierten Sportler, einen der härtesten Hindernisläufe Europas?

Spartan Race – das war das Mega Event im Münchner Olympiapark, bei dem sich Massen von Menschen laut grölend in den Schlamm werfen, unter Stacheldraht hindurchkriechen, über Hindernisse klettern und durch eiskaltes Wasser schwimmen. Ich frage mich – was finden die Leute nur an solchen Rennen? Mit an meiner Seite: Thomas, der Sportler. Ich: eher unsportlich. Ist das zu schaffen?

Vor mir steht eine Holzwand. Um mich herum rund fünfzig willige Spartaner. Von der anderen Seite der Holzwand höre ich einen Motivationsmoderator der schreit: „ Los mit euch, kommt rüber ihr Spartaner, oder wollt ihr nicht, dass es los geht?“

252964Okay. Los geht’s. Ich nehme Anlauf und stelle schnell fest, über eine 160 cm Holzwand zu springen, ist gar nicht so einfach.

„Ihr wollt euch dreckig machen, hab ich recht? Keiner von euch wird das Spartan Race ohne die Hilfe anderer schaffen, egal wie gut ihr trainiert seid. Also, helft euch gegenseitig,“ ruft der Moderator.

Und jetzt schreien wir alle alle zusammen den Spartan Kampf Schrei:„A-R-O-O“, und los geht der Run. Wir laufen voller Spannung auf die ersten Hindernisse zu.

Vor mir liegt der Olympiaberg, den es zu erklimmen gilt. Es macht sich schnell bemerkbar: Thomas, mein Team-Kollege, ist klar im Vorteil, er hat ja auch fleißig trainiert. Oben angekommen wartet die erste Hürde: eine schräg aufgestellte Holzwand, an der man sich hochziehen muss. Dank „Räuberleiter“ schaffe ich es problemlos. Diese Hilfe durften aber nur Frauen beanspruchen.

Und dann geht es den Berg wieder runter. Vor mir liegen noch knapp 7 Kilometer mit weiteren
24 Hürden. Die nächsten davon meistere ich prima, Mitläufer Thomas ist auch sportlich dabei. Und schon kommt ein Hindernis, das mir das Herz in die Hose rutschen lässt: Ich sehe den Bach des Olympiasees, darüber gespannt ein Gitternetz. Hier heißt es: rein ins kalte Wasser und über das wackelige Ding klettern. Ich bin aber nicht die einzige der das Horror Netz Respekt einflößt: Am 4 Meter über dem Wasser gelegenen Ende des Netzes hängt ein Mann wie ein Frosch in den Seilen und traut sich nicht das Bein drüber zu schwingen. Na bravo, denke ich mir, das blüht mir jetzt auch. Spartan RaceSchnell stelle ich fest: hier wird nicht nur die Fitness geprüft, sondern auch die mentale Stärke. Und ich schaffe es! Ich bin drüber geklettert. Thomas ist natürlich schon längst auf der anderen Seite.
Weiter geht es im eiskalten Wasser, schwimmend, vor mir: zwei Holzbalken. Über den einen soll man klettern, den anderen untertauchen. Na gut. Wird gemacht. Schreiend stoße ich mich aus dem Wasser, der Kälteschock schnürt den Brustkorb ein. Danach gelangen wir gelangen zu einem mit Kieselsteinen gefüllten Container. Daneben stehen Eimer und die Spartan Helferlein rufen: „Los! Mit den Steinen füllen und weiter laufen! gesagt, getan…

So langsam fangen meine Muskeln an zu brennen. Thomas spornt mich an, weiter zu laufen. Ja, im Team laufen macht schon Sinn! Nachdem ich den Kieselstein Eimer wieder los geworden bin, sehe ich aus der Entfernung ein Hindernis, auf das ich mich schon gefreut habe: Zwei mit Schlamm gefüllte Container! Unglaublich, wie viel Spaß der Quatsch im Matsch macht :-D

An einer weiteren Hürde muss ich Baumstämme durch ein Waldstück schleppen. Spartaner, weiter
geht’s! Ich sehe die Brücke, die Brücke die mir schon im Vorfeld Gedanken bereitet hat: An dieser hängen Seile, die man wieder aus dem eiskalten Olympiasee Wasser erklimmen muss. Ich hatte schon Sorge, dass ich diese Hürde nicht schaffe und – 2e0eb9183e61de18175493bf031215e7versage tatsächlich.

Was nun? 30 Burpees bei nicht Schaffen!“ brüllt ein Spartan Helferlein. Uffz. Aber dank der Hilfe von Thomas, der mir 10 Burpees (Liegestütz-Hock-Strecksprünge))  abnehmen darf, da wir als Team rennen, schaffe ich es und der wilde Lauf geht weiter.

Ich sehe mittlerweile ziemlich mitgenommen aus: Schlamm im Gesicht, zerzauste Haare und klatsch nasse Klamotten. Ich war noch nie eine besonders gute Werferin, deswegen darf ich bei der Hürde: „Strohmännchen mit Speer treffen“ auch Burpees machen. Thomas hat auch nicht getroffen, also gemeinsam 60 Burpees. Nach einigen weiteren Hürden geht es auf die Zielgerade. Ich kraxele über ein hängendes Netz, hangel mich nochmals über eine Holz Wand, schleppe meinen geschundenen Körper eine Wasser Rutsche hoch und sehe es: das Ziel!

Jetzt gilt es nur noch das letzte Hindernis zu überwinden: eine Feuerwand. Thomas und ich schauen uns an, sprinten los und schreien laut den Spartan Kampf Schrei: A-R-O-O!

Wir haben es geschafft.

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Jetzt bin ich ein echter Spartaner.

Dank Sieger Medaille für den Spartan „Sprint“ und matschverklebter Haut darf ich mich jetzt so nennen.

Ein Blödsinn? Nein zugegeben ein Abenteuer. Das gegenseitige helfen, die unberechenbaren Hürden, die eigene Kraft, mein Kampfgeist. Das alles verbindet sich zu einem Erlebnis, das Körper und Geist beansprucht und süchtig macht. Deswegen treten wir beim nächsten Lauf in Kitzbühel wieder an. Der zweite Teil der dreiteiligen Spartan Medaille muss an die Wall of Fame.

Am 10. und 11. September findet in den Kitzbühler Alpen ein weiteres Spartan Race statt. Hier haben die Läufer die Möglichkeit die Medaille Sprint ( 5+ KM + 15+ Hürden), den Super (13+ KM + 21+ Hürden) oder das Beast (20+ KM + 26 + Hürden) zu erlangen. Ich wage mich an den Super heran. Wer wissen möchte, was für Hürden noch alle zu erklimmen sind sollte einfach mal mutig sein und teilnehmen! Alle habe ich hier längst nicht genannt.

magazine4 verlost in den nächsten Tagen wieder Tickets für das Spartan Race 2016 in Wien … stay tuned!!!

Video:©magazine4/Butzer

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