21. Juli 2017

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Red Bull District Ride 2014

RedBull 2014

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Nürnberg – Zum vierten mal nach 2005, 2006 und 2011 findet der Red Bull District Ride in Nürnberg statt. Unter dem historischen Wahrzeichen der Stadt Nürnberg, der Kaiserburg, fanden sich die 18 Top Mountainbike-Freerider und -Slopestyler der Welt, sowie 6 Wildcard-Fahrer ein. Als viertes von fünf Rennen gehört der Red Bull District Ride zur FMB Diamond Series, die am 28.September 2014 in der Red Bull Rampage in Utah ihr Ende und damit den FMB World Champion findet. Top Fahrer wie Brandon Semenuk und Cameron Zink (zum Event verhindert), die in der Bike-Szene zu den alten Bekannten gehören, streiten sich mit den Neulingen der Szene wie Nicholi Rogatkin um die begehrte Trophäe.

Aaron Chase, selbst Gewinner des District Rides 2005, legte als Kursgestalter den Grundstein für ein Trickfeuerwerk auf Weltniveau. Aufgeteilt in 5 Districts wurde aus der malerischen Nürnberger Altstadt ein Parcours der den Fahrern alles abverlangte. Der Castle-District an der Kaiserburg über der Stadt stellte hier den Anfang des Kurses, mit einem spektakulären 8-Meter Drop von der Burg-Mauer, dar. Gefolgt von den 3 Slopestyle-Elementen, GoPro-UpsideDown-, Amarok- und Pickup-District, endet der Kurs in einem überdimensionalen Big-Air-Element, dem Big-Air-District. Die Anwärter auf den FMB World Champion konnten hier in 8 Meter Höhe über eine Distanz von 15 Meter, nochmals ein echtes Ausrufezeichen hinter ihren Lauf setzen.

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Bereits am Freitag sahen zahlreiche Zuschauer bei den offenen Trainingsläufen und dem ersten Qualifying was die Fahrer zu bieten hatten. Gegen 18:00 Uhr sollte dann das Highlight für diesen Tag stattfinden, der Telekom Best-Trick Contest. In einer 60-Minütigen Session konnten alle Fahrer im Big-Air-District tief in die Trickkiste greifen und für eine erste Begeisterung beim Publikum sorgen. Das dies nur von drei Fahrern angenommen wurde, tat der Stimmung auf dem voll belegten Hauptmarkt keinen Abbruch. Der anspruchsvolle Kurs, leichte Nachlässigkeit in der Event-Organisation und der Ausblick auf den nächsten Tag, schien den etablierten Fahrern den Mut für diesen Prestige-Preis genommen zu haben. Umso besser für die verbleibenden Fahrer, den Polen Szymon Godziek, den Amerikaner Nicholi Rogatkin und den deutschen Lukas Knopf. Sie konnten in den verkürzten 45 Minuten einige Highlights zeigen und einen Vorgeschmack auf den folgenden Tag geben. Als Sieger aus diesem Dreikampf ging schliesslich Szymon Godziek vor Nicholi Rogatkin und Lukas Knopf hervor. Der 22-Jährige Slopestyler Godziek zeigte mit einem sauber ausgeführten Backflip-Tsunami einen spektakulären Sieges-Sprung, der mit zu den schwierigsten Tricks des Sports gehört und sicherte sich somit die Best-Trick-Trophäe.

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Der folgende Tag stand ganz unter dem Zeichen des Hauptaktes, dem Gewinn der vierten Etappe der Diamond Series. Nachdem die Nacht die Schwierigkeiten des Vortages beim Organisationsteam um Tarek Rasouli und den Fahrern vertrieben hatte, konnte rechtzeitig mit dem Training begonnen werden. Das Fahrerfeld stimmte sich an den einzelnen Distrikts auf das kommende zweite Qualifying ein, in denen die 12 Finalisten der 24 Fahrer ermittelt wurden. Am frühen Nachmittag standen dann die Finalteilnehmer fest, die beiden deutschen Hoffnungen Peter Henke und Lukas Knopf schafften es mit Rang 18 und 22 leider nicht in die Finalrunde.

 
Als ob Petrus selbst die Leistungen der Qualifyings belohnen wollte, sorgte er 0020-RedBullDistrictRide2014-06092014anstatt dem angekündigten Regen, für besten Sonnenschein und schuf damit den 62.000 Zuschauern eine perfekte Kulisse. Ihr Übriges taten dann die Finalläufe, die durch Spannung kaum zu überbieten waren. Die Kanadier Brandon Semenuk und Brett Rheeder duellierten sich um die Spitze. Beide zeigten in ihren Läufen Tricks wie den 720º Corkscrew und setzten damit eine hohes Level. Dennoch hätte ihnen beinahe Nicholi Rogatkin die Show gestohlen. Bei seinem letzten Run legte er eine spitzen Performance hin und war in Tuchfühlung zu Platz 3, bis zum finalen Big-Air-District. Dort verlor er in 8 Metern Höhe den Kontakt zu seinem Bike und landete unsanft aber glücklicherweise unverletzt im Ziel. So endete der Red Bull District Ride mit dem Sieger Brandon  Semenuk (CAN) vor Brett Rheeder (CAN) und Thomas Genon (BEL).

Damit ging ein gelungenes Event mit spektakulären Läufen, vor einer Kulisse die in diesem Sport einzigartig ist, zu Ende. Bleibt die Hoffnung auf einen District Ride 2015 in der schönsten Stadt Bayerns.


Red Bull District Ride 2014
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