19. September 2017

You are here: / Gesundheit / Partnerschaft, die Leidenschaf(f)t

Partnerschaft, die Leidenschaf(f)t

Ursula__11.png

Die ersten warmen Tage sind da und Frühlingsgefühle lassen bei Mensch und Tier – wenn vielleicht auch aus verschiedenen Gründen – die Sehnsucht nach einem Partner aufleben oder, wenn man schon einen hat, nach fester Bindung sprich Heirat. Nicht umsonst wurden Ehen früher im Mai unter der Herrschaft der Venus geschlossen. Es wird geflirtet, sondiert, flaniert und wenn man im Glücksfall die richtigen Pheromone aussendet, dann entsteht aus zwei Singles ein Paar. Beruhigen sich dann nach der ersten Phase der Verliebtheit die Hormone, stellt man sich die Clash-Frage „Should I stay or should I go“. Gesetzt den Fall, man entscheidet sich für das Erstere, beginnen die Probleme schon bald. Im Gegensatz zu manchen Märchen gibt es im wahren Leben selten ein: „…und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“. Denn, wer hätte das gedacht, Partnerschaft ist nichts Einfaches und Selbst-Verständliches. In jeder Partnerschaft lauern vielfältige Stolpersteine, Tretminen und Lernthemen. Diese Themen suchen wir uns wohlgemerkt aus oder bringen sie mit in unser Leben, denn jede Partnerwahl geschieht aus einem bestimmten Grund. Wir suchen uns

einen Partner aus, um Themen mit unseren Eltern oder für unsere Eltern zu bearbeiten. Wir wählen die bestimmte Partnerin oder genau den Partner, weil wir uns über Eigenschaften, die der andere besitzt, vervollständigen wollen. Wir suchen Partner aus, um uns Lebensthemen bewusst zu machen. Auch oder gerade schwierige Beziehungen lassen sich unsere Persönlichkeit entwickeln, wenn wir uns reflektieren, statt davon zu laufen.
Eine Partnerschaft kann eine gemeinsame Entwicklung sein. Eine Beziehung lebt von unzähligen kleinen Handlungen und verändert sich ständig, auch wenn es von außen oft nicht so aussieht. Idealerweise ist Partnerschaft vom Austausch zwischen zwei Menschen geprägt, die versuchen, sich ihrer selbst bewusst zu werden. In einer solchen Partnerschaft versuchen beide Partner, sich ihrer Komplexe, ihrer männlichen und weiblichen Seite bewusster zu werden und ihre Verhaltensmuster aufgrund ihrer persönlichen Geschichte zu erforschen. Daran wächst jeder Einzelne und das Paar.
Denk doch einmal über die Beziehungen in deinem Leben nach,

welche Muster gibt es da, wo ist der rote Faden? Welche Eigenschaften der Verflossenen haben dich am meisten auf die Palme gebracht? Wie liebst du und wie möchtest du geliebt werden? Wie bringst du deine Selbstliebe zum Ausdruck, die Voraussetzung dafür ist, geliebt zu werden? Ich wünsche einen liebevollen Mai und gute Erkenntnisse!

Ursula Yngra Wieland, PhönixX Lebenscoaching