24. November 2017

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Nürnberg feiert das 40. Bardentreffen

Bardentreffen Nürnberg

Das Bardentreffen lockt in 40. Auflage am kommenden Wochenende rund 200 000 Menschen bei freiem Eintritt in die Nürnberger Altstadt. Zum 40. Jubiläum schenkt das Weltmusik-Festival seinem Publikum 2015 einen zusätzlichen Veranstaltungstag, den Donnerstag, 30. Juli 2015. Das Festival geht bis zum Sonntag, 2. August 2015.
In den vergangenen 39 Jahren wurden auf den offiziellen Bardentreffen-Bühnen 1.806 Konzerte gespielt, heuer kommen weitere 96 Auftritte auf neun Live-Bühnen dazu. Nürnbergs Festival-Klassiker feiert seinen runden Geburtstag mit Größen wie, Stephan Eicher, Fanfare Ciocărlia und Georg Ringsgwandl und blickt zurück auf vier Jahrzehnte eigene Musikgeschichte.

Bardentreffen Nürnberg

Thema des Bardentreffen 2015: „40 Jahre Lieder von Welt“

Als Kulturaktivisten 1976 einen Liedermacherwettbewerb mit regionalen Musikern in Nürnberg ins Leben riefen, ahnte keiner der Beteiligten, welche Erfolgsgeschichte dieses Sängerfest schreiben würde: In vier Jahrzehnten entwickelte sich das Nürnberger Bardentreffen in der historischen Altstadt zum größten Weltmusikfestival Deutschlands bei freiem Eintritt. Das veranstaltende Kulturreferat der Stadt Nürnberg lädt 2015 ausgewählte Künstlerinnen und Künstler erneut auf seine Bühnen: regionale Barden der ersten Stunde ebenso wie Liedermacher-Legenden und Weltmusik-Größen. Sie alle hatten damals etwas zu sagen und haben es heute noch immer.

Deutschland-Premiere als Sonderkonzert:

Das Bardentreffen feiert seinen runden Geburtstag mit einem zusätzlichen Festivaltag: Ein Sonderkonzert des Schweizers „Stephan Eicher“ mit der Deutschland-Premiere seines neuen „Automaten“-Projekts leitet bereits am Donnerstag, 30. Juli, auf dem Hauptmarkt das Festival ein. In seinem Heimatland und in Frankreich genießt Eicher Superstar – Status.

Die 2000er Jahre

  • Vor 13 Jahren spielten „Los de Abajo“ aus Mexiko bereits am Nürnberger Hauptmarkt. 2015 kehren die BBC World Music Award Gewinner zurück. Ihr Sound hat sich über die Jahre verändert, treu geblieben sind „die Rechtlosen“ ihrer politischen Haltung: Noch immer prangern sie in ihren Texten die soziale Ungerechtigkeit in ihrem Heimatland an.
  • 2008 begeisterten die finnischen Mundharmonika-Spezialisten von „Sväng“ das Publikum. Sie stehen für eine freigeistige, lustvolle Musikmelange aus finnischer Volksmusiktradition und Balkanrhythmen.
  • Der englische Songwriter und Rockgitarrist „Steve Gibbons“ beehrte das Bardentreffen 2009 zum ersten Mal. Pünktlich zu seinem 75. ist er dieses Jahr der Hauptact am Sonntagabend auf dem Sebalder Platz.
  • „Dikanda“ ist eine der bekanntesten Weltmusik-Bands aus Polen und war bereits 2002 dabei.
    Das Musikkabarett-Trio „Ganz schön Feist“ löste sich 2013 auf, um nun im Duo als „Die Feisten“ wiederaufzuerstehen. Ihren ersten Auftritt beim Bardentreffen feierten sie 2003, jetzt kehren sie zurück mit Absurditäten aus den Untiefen eines jeden Alltags.
  • Bei „Gankino Circus“ aus Dietenhofen öffnen sich alte Kerwa- Weisheiten hin zu Balkan-Tänzen. Da tanzt Punkrock zu Gypsy-Klängen, es vermischt sich finnische Folklore mit Clownerie.

Die 1990er Jahre

  • Markus Binder und Hans-Peter Falkner, besser bekannt als „Attwenger“, trieben bereits in den frühen 90ern, nur mit Elektro-Harmonika und Schlagzeug bewaffnet, den Schweiß aus den Poren ihres Publikums. Dort finden sich Popfans und Punks genauso wieder wie Liebhaber alpenländischer Folklore.
  • „Bernd Begemann“ war beim Bardentreffen 1996 ein Hoffnungsträger einer neuen Liedermachertradition. Fast 20 Jahre und zwölf Alben später gilt der Entertainer, Sänger und Gitarrist als „Veteran der Hamburger Schule“ (Zeit Online) und ist der „Lieblingsbarde der deutschen Pop-Intelligenz“ (Spiegel Online).
  • Die zwölfköpfige rumänische Dorf-Blaskapelle „Fanfare Ciocărlia“ ist nach fast 20 Jahren Welttournee zur Legende gereift. Kein anderes Gypsy- Brass-Ensemble spielt derart präzise in einem so aberwitzigen Tempo und Energie. Nach 17 Jahren kehren sie wieder zurück.
  • Die Musiker der deutschen Band „Dissidenten“ begleiteten das Bardentreffen bereits1998 und 2012. Derzeit touren sie mit Ägyptens bekanntestem Sänger und Schauspieler Mohamed Mounir.
  • Die Wandermusiker von „Bratsch“ gelten als Superstars der Weltmusikszene, seit mehr als 40 Jahren ist das französische folklore Quintett auf Welttournee. 1993 führte sie ihr Weg erstmalig nach Nürnberg, nun spielen sie ihre letzte Tour.
  • In seiner Hochphase, Ende der 90er Jahre, galt der „Bairisch Diatonische Jodelwahnsinn“ als Innovator einer neuen bayerischen Gstanzl-Tradition. Nach 13 Jahren Pause steht der Wahnsinn wieder auf der Bühne, in leicht veränderter Besetzung, aber noch immer schlitzohrig und rauflustig.
  • Der Südtiroler „Georg Clementi“ ist Liedermacher, Chansonier und Schauspieler, er kehrt nach 16 Jahren wieder zurück zum Musikfestival.

Die 1980er Jahre

Über „Georg Ringsgwandl“ muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Wer den Paradiesvogel 1987 beim Bardentreffen verpasst hat, kann das 2015 auf dem Sebalder Platz nachholen.

Die Anfänge 1976

Ein Urgestein der fränkischen Kulturszene, der bereits 1976 mit auf der Bühne stand, ist der Nürnberger Mundartdichter und Schriftsteller „Günter Stössel“. Bei seinem zehnten Bardentreffen-Engagement in diesem Jahr präsentiert er gemeinsam mit „Miller The Killer“ ein Konzertprogramm zu Ehren des verstorbenen Liedermacherkollegen Max Kerner.

⇒ Weitere Informationen zum Bardentreffen unter: www.bardentreffen.de

Fotos: Stadt Nürnberg / Uwe Niklas 

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