18. Dezember 2016

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Menschlicher Futterautomat oder soziale Bindung

Frau

Egal ob groß oder klein, langes oder kurzes Fell, gefleckt oder einfarbig, gemütlich oder aktiv – sie sind des unser bester Freund. Schnell wird klar, die Rede ist vom Hund. Doch was macht diesen so treuen Gefährten erst zum angenehmen Begleiter für Singles, Paare oder Familien? Ohne Erziehung und einer klaren Vermittlung von Grenzen ist es bald vorbei mit der entspannten Harmonie zwischen Hund und Halter.
Menschlicher Futterautomat oder soziale Bindung – stellen Sie sich nicht in den Schatten!
Die Haltung von Hunden als reine Freizeitpartner wird immer mehr zum Trend, der oft erwähnte soziale Aspekt in der Hundehaltung bleibt allerdings gerne dabei auf der Strecke. Die Rolle des Hundes als treuester Freund des Menschen oder als ein weiteres Familienmitglied baut sich aus beziehungs- und persönlichkeitsbezogenen Interaktionen zwischen Mensch und Hund auf. Leider wird dieser Aspekt in der modernen Hundeausbildung nur geringfügig betrachtet. Denn geht es um Erziehung und Bindung, kann Futter, in Form von

Leckerli, soziale Belohnung nur schwerlich ersetzen. Ein erster logischer Ansatz in der Erziehung eines Hundes wäre zunächst eine genaue Betrachtung des eigenen Umgangs mit dem Hund und wie er sich dem Menschen gegenüber verhält. Oft liegt das Problem im alltäglichen Umgang mit dem Vierbeiner zu Hause, denn dort verbringen Mensch und Hund die meiste Zeit zusammen. Geht es dann auf den lang ersehnten Gassigang wird aus dem braven Begleiter meist eine „jagende Wildsau“, die sämtliche Erziehungserfolge scheinbar vergessen hat. Schnell wird der „erziehungsberechtigte“ Mensch zum Dienstpersonal degradiert statt als souveränes, authentisches „Führungspersonal“, das Grenzen setzt, anerkannt zu werden.
Natürlich muss eine solche Einstellung und Haltung dem Hund gegenüber erst erlernt werden. Aber verdeutlicht man die Grundsätze für Herrchen oder Frauchen, nehmen sie diese dankbar an und der Vierbeiner läuft im Alltag wieder entspannt nebenher. Dabei gilt ein einfacher psychologischer Grundsatz – verändere ich mein Verhalten

dem Hund gegenüber, so wird er sein Verhalten mir gegenüber verändern.

Hundeerziehung ist eine äußerst individuelle Angelegenheit und gerade deshalb ist der Trend, man könne alle Probleme mit Leckerchen und allein positiver Belohnung bereinigen, schlichtweg nicht alltagstauglich. Hundeerziehung sollte variantenreich, offen und flexibel sein. Weder ist der Hund ein reines „Fresswesen“, noch ist der Mensch permanent gut gelaunt und mit gefülltem Futterbeutel ausgestattet. Hunde haben einen ausgeprägten Sozialsinn, wie wir Menschen auch. Warum diesen nicht nutzen?
Ihre Sonja Sandomeer von www.duftmarke.org