23. Oktober 2016

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Klaus Doldinger eröffnet filmtonart

Gruppenfoto BR filmtonart Eröffnung

vlnr: Matthias Weber (Komponist), Justyna Müsch (Produzentin Wiedemann & Berg Film), Diana Iljine (Leiterin Filmfest München), Stefan Wittich (Leiter HA Intendanz, Bayerischer Rundfunk), Klaus Doldinger (Filmkomponist und Keynote-Speaker), Bettina Reitz (Fernsehdirektorin, Bayerischer Rundfunk), Roberto di Gioia (Pianist).

Kraftvoller musikalischer Auftakt mit Klaus Doldinger
filmtonart – Der Tag der Filmmusik 2015 ist eröffnet

Mit einer musikalischen Performance voller Improvisations- und Spielfreude und einer Rede entlang seiner eigenen musikalischen Biografie hat Klaus Doldinger heute mit seiner Keynote den Tag der Filmmusik im Bayerischen Rundfunk eröffnet. Filmfestdirektorin Diana Iljine betonte charmant die bestens eingespielte Synergie zwischen Filmfest München und filmtonart. Stefan Wittich, Gesamtleiter filmtonart und Leiter der Hauptabteilung Intendanz im BR, begrüßte Klaus Doldinger sowie den Komponisten und LOLA-Preisträger Matthias Weber im Publikum, sowie zahlreiche weitere Panel-Teilnehmer und Gäste zum siebten filmtonart – Tag der Filmmusik im Bayerischen Rundfunk.
„Live Musik auf der Bühne zu spielen – ob in Quartettbesetzung oder mit 77 Symphonikern, kann ich nur jedem empfehlen, der heute Musik studiert und davon leben will. Die Improvisation als Jazzmusiker und die Inspiration aus dem Zusammenspiel mit Anderen war und ist für mich die wichtigste Quelle meiner Arbeit als Filmkomponist für Kino und Fernsehen“
Der große Jazzmusiker, Saxophonist und Komponist Klaus Doldinger begann den „Tag der Filmmusik“ zusammen mit dem Pianisten Roberto di Gioia am Flügel mit einer mitreißenden Jazz-Improvisation, um dann gleich in ebenso freier Rede fortzufahren.

„Musik und Filmmusik ist ein so komplexes Thema – ich könnte den ganzen Tag darüber sprechen“, lachte er seinen Zuhörern entgegen.
Entlang seiner eigenen Biografie entfaltete er die große Bandbreite der Musik seins Lebens – von der klassischen Ausbildung in den 50er-Jahren, seinen ersten Begegnungen mit dem Jazz im Nachkriegsdeutschland, seine eher zufälligen Anfänge als Filmmusikkomponist und seine anhaltende Liebe zur Inspiration von Live-Performances. Doldinger, der seit 1961 im Aufsichtsrat der GEMA aktiv ist und erst kürzlich von dessen Vorsitz zurückgetreten ist, brach gleich auch eine Lanze für deren Leistungen:

„Ich habe ungeheuer viel gelernt durch meine GEMA-Tätigkeit und verstanden, wie notwendig der Schutz des Urheberrechts für die Existenz von Musikern und Künstlern ist. Die unterschiedlichen Urheberrechte in USA und Europa mit dem Schutz geistigen Eigentums in Einklang zu bringen, ist eine der zentralen Aufgaben in der Ära von Internet und globalem Musikstreaming.“

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Stefan Wittich die Teilnehmer, Fachbesucher und zahlreichen interessierten Gäste und betonte dabei die Frische und Vielfalt der filmmusikalischen Themen: „Es gibt keinen Mangel an Ideen und eine große Bandbreite spannender Facetten und vor allem Menschen, die das Programm von filmtonart bereichern und weiter bereichern werden. Mein besonderer Dank gilt heute Klaus Doldinger, dass Sie heute die musikalische Eröffnungsrede übernehmen und sich nahtlos einfügen in die Reihe spannender und hochkarätiger Keynote Speaker der ersten sechs Jahre von filmtonart.“

Filmfestdirektorin Diana Iljine hob in ihrer Begrüßungsansprache die gewachsene Verbindung zwischen Filmfest München mit filmtonart und seinem Veranstalter, dem Bayerischen Rundfunk hervor. Komponisten wie LOLA-Preisträger Matthias Weber, die heute in einem eigenen Panel über ihre Musik sprechen, waren im letzten Jahr Teil einer Filmfestpremiere („Das finstere Tal“), ebenso wie der Tatort „Im Schmerz geboren“, der heute mit Ulrich Tukur bei filmtonart Thema ist und letztes Jahr auf dem Filmfest uraufgeführt und gefeiert wurde.
Aktuelle Informationen zu filmtonart:
www.br.de/filmtonart und www.facebook.com/filmtonart

FILMFEST MÜNCHEN vom 25. Juni bis 4. Juli 2015

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