13. Mai 2017

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Ich weiß, wieso ich hier bin!

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Gloria Gray am Münchner CSD
 
„Stress, Arbeit, viele Menschen und kein Schlaf!“ Das ist der CSD in München für Gloria Gray. Die Schauspielerin und Entertainerin lebte lange Zeit selbst in der Landeshauptstadt. 2010 zog sie dann zurück in ihren Heimatort Zwiesel und eröffnete das Café Gloria. Den Münchner CSD unterstützt sie schon seit Jahren. Bereits zu den frühen Anfängen vor 20 Jahren war Gloria mit dabei. „Das war damals eine Miniparade mit einer ganz kleinen Show“, erinnert sie sich. Aber inzwischen hat sich viel getan. „Bei der ganzen Gleichstellung und Gleichberechtigung fragt man sich doch: Ist das überhaupt noch nötig?“ Prompt kommt der Gegenbeweis. Samstag morgen um zehn Uhr am Marienplatz: Die Proben für das CSD-Showprogramm sind in vollem Gange. Auch ein paar Zaungäste waren dabei und schauten dem bunten Treiben zu. „Unten an der Bühne stand ein junger Mann und schreit zu uns hinauf: Transe! Transe!“, erzählt Gloria und fügt hinzu: „Das verstand ich nicht als Kompliment oder als Kosename! Da ist mir klar geworden: Ich weiß,

wieso ich hier bin! Es ist noch lange nicht vorbei!“ Und genau dort arbeitet Gloria Gray an vorderste Front mit. Für sie ist es wichtig, für mehr Aufklärung zu sorgen: „Man muss den Leuten zeigen, dass es ein bisschen mehr gibt, als schwarz und weiß oder Mann  und Frau. Das ist Teil meines Seins.“ In ihrem Heimatort Zwiesel hat Gloria weniger Probleme, ganz im Gegenteil: „Glaubt es oder nicht, ich erlebe hier in München am CSD unter lauter Schwulen und Lesben mehr Ablehnung, als wenn ich in der heterosexuellen Welt durchs normale Leben gehe!“ Auf dem Land in Zwiesel zeigt sich die Künstlerin so wie sie ist und die Leute haben sich daran gewöhnt. „Hier in München am CSD erlebe ich weit mehr Negatives!“ Es ist tatsächlich noch lange nicht vorbei!