19. August 2017

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ICH SEH ICH SEH … Kinostart des THRILLERS 02.07.2015

ICH SEH ICH SEH … Kinostart des THRILLERS 02.07.2015

„Das SHINING einer neuen Generation“

In einem abgelegenen, idyllischen Haus am Waldrand genießen die Zwillingsbrüder Lukas und Elias die Sommerferien. Die beiden streunen zwischen Waldsee und Maisfeld umher und können die Ankunft ihrer Mutter kaum erwarten. Als sie jedoch nach einem Unfall aus dem Krankenhaus mit einbandagiertem Gesicht zurückkehrt, sind alle früheren Gewissheiten verschwunden. In der strengen Frau, die nun vor ihnen steht, können sie ihre Mutter kaum wiedererkennen. Schon bald werden sie den Zweifel nicht mehr los, dass eine Fremde die Kontrolle übernimmt. Während die Mutter versucht, den sich regenden Widerstand zu ersticken, machen sich die Kinder mit der ihnen gebotenen Gründlichkeit daran, die Wahrheit herauszufinden. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich. ICH SEH ICH SEH von Veronika Franz und Severin Fiala seziert in präzise komponierten Bildern, was die Familienwelt im Innersten zusammenhält. Das Regie-Duo erzählt mit furchtloser Schärfe von einem Abgrund, der sich zwischen Wahrnehmung und Gesichtsverlust aufgetan hat. Ihnen gelingt eine hochspannende filmische Erzählung, der man sich kaum entziehen kann.

KURZINHALT:

Spiegelbilder: Nach einem Unfall kehrt die Mutter der beiden Zwillingsbrüder (Susanne Wuest) völlig verändert aus dem Krankenhaus zurück. © Koch Media

Spiegelbilder: Nach einem Unfall kehrt die Mutter der beiden Zwillingsbrüder (Susanne Wuest) völlig verändert aus dem Krankenhaus zurück.
© Koch Media

Ein Horrorfilm: Eine Frage des Inhalts
Wir lieben körperliches Kino, wir lieben Filme, die physisch überwältigen, Filme, in denen es nicht nur um übergeordnete Ideen oder eine Erzählung geht, sondern darum, Menschen beim Schwitzen, Zittern, Schreien, Weinen, Bluten zuzuschauen und bei denen sich Schwitzen, Zittern, Schreien, Weinen, Bluten auch auf den Körper des Zuschauers überträgt. So einen Film wollten wir machen. Einen Film, der aber gleichzeitig auch einem gewissen Naturalismus verpflichtet ist. Uns hat eine Art von Horror interessiert, die in der Realität wurzelt, die aus dem Alltag erwächst und in ganz einfachen Dingen liegt: in einem bandagierten Gesicht, einem Satz, einer Lupe, einer Zahnseide.

Zwei Gesichter, eine Wahrheit: Die Zwillingsbrüder Lukas und Elias (Lukas und Elias Schwarz) wollen herausfinden, was aus ihrer Mutter geworden ist. © Koch Media

Zwei Gesichter, eine Wahrheit: Die Zwillingsbrüder Lukas und Elias (Lukas und Elias Schwarz) wollen herausfinden, was aus ihrer Mutter geworden ist.
© Koch Media

Vom Schwitzen und Schreien: Eine Frage des Regie-Duos
Wir schauen seit Jahren gemeinsam Filme, wir sprechen seit Jahren darüber und haben solcherart Vorstellungen entwickelt, wie für uns ein Film auszusehen hat. Aufgabenverteilung? Gibt es keine. Wir schreiben gemeinsam, rätseln gemeinsam, inszenieren, scheitern, lachen, schneiden gemeinsam, inspirieren einander – gegen jede Effizienz. Wir sind ein Regie-Duo, weil wir es gemeinsam besser können.

m Zwielicht: Zwischen den Kindern (Elias Schwarz) und der Mutter (Susanne Wuest) entspinnt sich ein existentiell beunruhigendes Versteckspiel. © Koch Media

Im Zwielicht: Zwischen den Kindern (Elias Schwarz) und der Mutter (Susanne Wuest) entspinnt sich ein existentiell beunruhigendes Versteckspiel.
© Koch Media

Beunruhigende Schönheit: Eine Frage der Schauspieler
Unser Film handelt auch von Masken und was sich dahinter verbirgt, von Oberflächen und was darunter liegen könnte. Daher waren diverse Oberflächen, die Bilder an der Wand des Hauses, die Bandagen, die Gesichter wichtig. Wir wollten, dass es Gesichter sind, die schön und beunruhigend zugleich sind. Vor allem bei der Mutter: Susanne Wuest, die wir schon lange kennen, war daher die Wunschbesetzung. Bei den Zwillingen wiederum haben wir nach einer Unschuld gesucht, die später auch Abgründe offenbaren kann. Lukas und Elias Schwarz, damals elf Jahre alt, waren ideal. Wir haben sie bei zahlreichen Castings unter 240 Zwillingen gefunden. Sie sind auf dem Land aufgewachsen, hatten vor kaum etwas Angst und wirkten gleichzeitig zerbrechlich. Diese Mischung hat uns fasziniert.

ich seh ich seh - FilmplakatWelche Art von Kino vereint euch?

Severin Fiala: Ein körperliches Kino. Ein Kino, das immer an Lebens- realitäten geknüpft ist, das etwas über die Welt erzählt und es dann ins Grausliche überhöht. Genau das, was wir mit ICH SEH ICH SEH versucht haben zu realisieren. Alles, was nicht fad ist.
Veronika Franz: Na ja, keiner will wohl einen faden Film machen. Von der Welt erzählen heißt in unserem Film auch etwas über Erziehung erzählen. Für mich persönlich ist es auch ein Film über Mutter-Sein oder Sohn-Sein. Insofern erzählen wir in einer überhöhten Weise und gleichzeitig mit den Mitteln einer naturalistischen Erzählweise etwas über die Wirklichkeit.

Text & Trailer: mm Filmpresse & Filmpresskitt

FILMSTART: 2.JULI 2015

Verleih: Koch Films GmbH

Weitere Infos zum Film unter:

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