3. November 2017

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Glück – verzweifelt gesucht!

Setzen Sie sich bitte einen Moment lang ganz entspannt hin, schließen Sie die Augen und stellen sich folgende Frage: Was macht mich glücklich?
Ein besonderer Mensch? Eine Shopping-Tour? Freizeit? Ihr Haustier? Was ist Ihr persönlicher Glücklich-Macher? Glück kommt in den unterschiedlichsten Verkleidungen daher. Es gibt so viele Vorstellungen von Glück, wie es Menschen gibt.
Für manche Menschen ist es Glück, ohne Angst das Haus verlassen zu können, andere meinen nur durch den Lottogewinn glücklich zu werden.
Wie machen Sie es, glücklich zu sein? Jetzt fragen Sie sich vielleicht „Moment mal, was meint die eigentlich? Glück kann ich doch gar nicht beeinflussen!“ – Doch, man kann, wenigstens teilweise. Die Studie einer amerikanischen Sozialpsychologin ergab, dass man sein Glück zu vierzig Prozent selbst in der Hand hat. Wie bei den meisten guten Dingen muss man dafür Eigenverantwortung übernehmen und etwas tun.

„Ich habe einfach kein Glück“ ist eine Ausrede, denn jeder kann sich auf den Weg machen, sein Glück suchen, finden und üben. Glücksbringer helfen dabei, reichen aber alleine nicht aus. Wussten Sie übrigens, warum das Schwein als  Glücksbringer gilt? Bei den Germanen war der Eber heilig, das Schwein galt als Symbol für Wohlstand, Fruchtbarkeit und Stärke. Schon lange davor waren Schweine die Spielgefährten der Göttin Ishtar, galten deswegen als heilig und durften nicht geschlachtet werden. Wer Schwein hatte, hatte die Göttin und damit das Glück auf seiner Seite.
Ganz wichtig für das menschliche Glück sind – wer hätte es gedacht, andere Menschen. Und entspannt muss man sein. Entspannte Menschen sind eindeutig die Glücklicheren und außerdem gesünder, was auch zum Glück beiträgt. Düfte können uns glücklich machen, denn im limbischen System in unserem Gehirn löst Duft Hormonausschüttungen aus. Wenn wir einen Duft, sagen wir Schokopudding, riechen und uns an schöne Momente in der Kindheit erinnern, fühlen wir Glück. Vielleicht mögen Sie sich eine Liste anlegen,

welche Menschen, welche Orte, welche Düfte oder Erinnerungen Sie glücklich machen. Wenn es dann gerade nicht so gut läuft, hilft es manchmal schon, diese Liste aus der Brieftasche herauszunehmen und sich zu erinnern.
Eine andere Möglichkeit, Glück zu trainieren, ist, darüber nachzudenken, wofür man dankbar sein kann. Auch können wir wieder lernen, winzige Momente des Glücks wahrzunehmen und zu genießen, anstatt sie in Hektik und Unachtsamkeit vergehen zu lassen. Wir können uns darauf besinnen, uns selbst und andere Menschen bewusster wahrzunehmen. Freundlichkeit und Großzügigkeit machen glücklich während Ärger vergiftet, Energie und Kraft raubt. William Somerset Maugham, der Schriftsteller, Arzt und Geheimagent(!) war, sagte: „In jeder Minute, die man mit Ärger verbringt, versäumt man sechzig glückliche Sekunden.“ Wir sind glücklicher, wenn wir uns von der Opferrolle verabschieden, vergeben und vergessen und nach vorne schauen. Glück besteht auch aus Biochemie. Mindestens zwanzig Minuten Bewegung am Tag, ausreichend Schlaf und die richtige Ernährung

gehören zu den wichtigen Elementen, um unser Gehirn Glück signalisieren zu lassen. Kuscheln und angenehmer Körperkontakt sowie ab und zu herzhaft zu lachen – auch über sich selbst – tut ein Übriges.

Ich wünsche Ihnen ganz viel von Ihrem persönlichen Glücksgefühl! Übrigens: Glück vervielfacht sich, wenn man es teilt….

Ursula Yngra Wieland, PhönixX Lebenscoaching