13. Mai 2017

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Galerie flash zeigt Ölgemälde von Lou Ros

Galerie flash zeigt Ölgemälde von Lou Ros

Die Galerie “flash” in der Münchner Innenstadt, Blumenstraße 21a, stellt Ölgemälde aus der Serie “somewhere”, des in Paris lebenden Malers Lou Ros in einer Einzelausstellung aus.

Lou Ros, ein nichtakademischer Maler, der sein Schaffen eine Sucht nennt, lebte diese zu Beginn mit Graffitis aus. Nach 4 Jahren intensivstem Sprayens entwickelte sein Körper eine massive Allergie auf die in den Spraydosen enthaltenen Treibmittel, die sein weiteres Wirken in dieser Disziplin komplett zum Erliegen brachte.

 “Eine Sucht kann man nicht so einfach stoppen, man stürzt ab” so Lou Ros. Er suchte Wege wie er sie weiterleben kann und fand sie im klassischen Aufbringen von Ölfarben auf Leinwände.

Ein Schlüsselerlebnis für ihn fand in Nantes statt, wo ihm jemand erstmalig eines seiner Gemälde abkaufte – für 1000,- €. Lou Ros: “Dass jemand bereit war 1000,- € für eines meiner Gemälde zu bezahlen haute mich vollkommen um”. Diese Summe ermöglichte es ihm und bestärkte ihn darin weiter zu malen.

“somewhere” zeigt Motive des täglichen Lebens, wie man sie in jeder Stadt auf dieser Welt finden kann, entortet sie jedoch, indem er Hintergründe stark defokussiert. Dem Betrachter bietet sich damit die Möglichkeit die gesehene Szene in das Umfeld seiner Wahl zu projizieren. Und das passiert ganz unbewusst – eine Friseurszene  fand in meiner Imagination so in New York statt, ein Autounfall “HAPPY TRAGEDY” in Bangkok. Bei den weiteren Gemälden erwachsen diese Orte um die Motive ebenso herum.

“Das Auge einzufangen indem das Klare ins Unklare transformiert wird und das Statische in eine Bewegung, ist eine aktive Zutat in meiner Recherche. Ich male in einer sehr instinktiven Art und Weise, orientiere mich am Beispiel der Expressionisten, die mich faszinieren. Durch die Farben, die Pinselstriche, die Komposition und den Rhythmus des Gemäldes versuche ich Werke zu schaffen, die wahrhafte Körper in einem Raum ohne Verzerrung repräsentieren. Ohne eine klare Idee des Endresultats zu haben, höre ich mit der Arbeit auf bevor sie fertiggestellt aussieht.

Der Moment in dem wenig genug ist um auf die Struktur hinzuweisen, interessiert mich, die Vorstellungskraft des Betrachters offen zu halten für den Moment in der die Szene erscheint. Zu wissen wann man aufhört bevor man zuviel gesagt hat, ist das was ich versucht habe zu tun.” Lou Ros

Noch zu sehen bis 8.11.2014 bei: Galerie flash, Blumenstraße 21a, 80331 München.

Bericht und Fotos: Dominik von Nostitz

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