14. Dezember 2016

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Freilichtmuseum Glentleiten öffnet wieder seine Tore

Alpen mit Bauernhaus

„Mit allen Sinnen erleben“ lautet das neue Motto der Museumssaison 2012 an der Glentleiten. Das Museumsteam um Leiterin Dr. Monika Kania-Schütz will damit zeigen, dass Freilichtmuseen von Haus aus alle Sinne ansprechen. Denn dort könne man Exponate nicht nur sehen, sondern auch riechen, wie Heu duftet, das Meckern von Ziegen und Schafen hören oder spüren, wie sich verwittertes Holz anfühlt, so die Museumsdirektorin, die sich mit ihren Mitarbeitern auf den ersten Öffnungstag, den kommenden Dienstag (20.3), freut.

Ein Schwerpunkt liegt 2012 im Freilichtmuseum Glentleiten auf der Musik. Neben dem traditionellen Tag der Volksmusik (heuer am 13. Mai) veranstaltet das Museum gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege am Samstag, 21. April, einen Fortbildungstag „Jodler singen“, zu dem sich Interessierte noch bis zum 11. des gleichen Monats anmelden können (volksmusik@heimat-bayern.de). Der im letzten Jahr erfolgreich durchgeführte Zithersonntag wird auch 2012 wieder stattfinden (26.8.), und nicht

zuletzt die ab 13. Mai laufende Sonderausstellung wird sich mit dem Thema Musik beschäftigen: „Landlerisch – eine Ausstellung in acht Takten“ nimmt den wunderbar vielfältigen Tanz Landler in den Blick.

Natürlich können sich auch Kinder wieder auf ein reichhaltiges Kursangebot freuen, zumal in den bayerischen Schulferien. Museumspädagogin Beate Lohner überlegte sich während der Winterpause spannende neue Mitmachprogramme. Wer sich zum Beispiel dafür interessiert, wo eigentlich der Pulli wächst, erfährt am 17. August, wo Wolle herkommt, was eine Faserpflanze ist und wie ein Webstuhl funktioniert. „Für die ganze Familie haben wir ebenfalls ein neues Format entwickelt. Wir wollen bei verschiedenen Aktivführungen gemeinsam durch das Museum gehen, spielerisch dabei Wissen vermitteln und aktive Elemente mit einbinden“, so Lohner. Los geht es am 15. Juli mit einem „Spaziergang zur Wiese“, bei dem der vielfältige Lebensraum Wiese unter die Lupe genommen wird. Thematisch passen die Führungen auch zum neuen Infopunkt

„Heu & Milch“, der am 28. April eröffnet wird. Dort steht Grünlandwirtschaft und Viehhaltung vergangener Zeiten im Mittelpunkt.

Und für den Herbst verspricht Museumssprecherin Melanie Bauer die Eröffnung eines neuen Gebäudes. Das Zuhaus zum bereits seit 2001 an der Glentleiten stehenden Fischerweberhof aus Rottach-Egern (Ldkr. Miesbach) soll dann der Öffentlichkeit übergeben werden (15. September). Archäologen brachten beim Abbau spannende Ergebnisse zutage. So konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass es auf der späteren Hofstelle bereits im Hochmittelalter einen Massivbau gab, der aufgrund der Keramikfunde nicht dem bäuerlichen Milieu zuzuordnen ist. Ab kommenden Dienstag sind diese Funde zusammen mit Archivalien, persönlichen Gegenständen der früheren Bewohner und weiteren Objekten aus dem Zuhaus im Eingangsgebäude des Museums zu bestaunen.

Wer sich über die vielen weiteren Veranstaltungen, das Kursangebot

für Erwachsene, spezielle Handwerksvorführungen etc. informieren möchte, kann das gesamte Jahresprogramm des Freilichtmuseums Glentleiten über dessen Homepage (www.glentleiten.de) abrufen und herunterladen; es liegt außerdem
in den Tourist-Informationen der Region aus.