19. August 2017

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Dior und Ich – ab 25.6. im Kino

Dior und Ich Szenenbild

ab 25. Juni 2015 im Kino

Dior und Ich Plakat„Die Haute Couture muss immer lebendig bleiben und an die Anforderungen des Lebens einer modernen Frau angepasst sein“, schrieb Christian Dior 1953. Die Fashion Dokumentation DIOR UND ICH gewährt nie gesehene, private Einblicke in die viel- schichtige Welt des Modehauses Dior und einen einmaligen Blick hinter die Kulissen während der nur zweimonatigen Entstehung der ersten Haute Couture Kollektion des neu ernannten Chefdesigners Raf Simons – eine wahre Herzensarbeit und das Ergebnis des perfekten Zusammenspiels eines lei- denschaftlichen Teams, das nach der spontanen Ernennung von Raf Simons vor einer großen Heraus- forderung steht. Regisseur Frédéric Tcheng kommt dem scheuen Genie ungewöhnlich nah und stellt eine überraschende Parallele zu Christian Dior her.

Als Raf Simons im Frühjahr 2012 zum kreativen Direktor von Dior und somit auch der Haute Couture ernannt wurde, fragten viele nach seiner Legitimation. Er galt als Minimalist, war bekannt durch seine Männermodekollektion unter seinem eigenen Namen und durch seine Arbeit bei Jil Sander. Wie würde der Belgier dem Druck des Erbes von Dior gerecht werden, während er seine erste Haute Couture Kollektion in nur acht Wochen kreiert und fertig stellt? DIOR UND ICH fängt all die schönen und echten, herzlichen und stressigen, lustigen und mitfühlenden Momente ein: als Raf Simons dem Atelier zum ersten Mal vorgestellt wird, als er seinem Atelier-Team scheinbar unmöglich zu realisierende Entwürfe zeigt, seine Ideen Gestalt annehmen und endlich der große Moment der Show gekommen ist. Noch nie hat ein Filmteam die Arbeit im legendären Modehaus Dior derart hautnah begleiten dürfen. Dabei werden die inneren Mechanismen des Ateliers von den kreativen Entwürfen des Chefdesigners bis zur Umsetzung durch die professionellen Schneiderinnen im Atelier ebenso dokumentiert wie die persönlichen Beziehungen, die sich zwischen den Mitarbeitern entwickeln. 65 Jahre zuvor, im Jahre 1947, gab der Designer Christian Dior, damals 44 Jahre alt, seinen triumphalen Einstand mit seiner „New Look“-Kollektion – nach fünf Kriegsjahren eine sensationelle Hommage an die Weiblichkeit. Der Weltruhm kam über Nacht, und von Anfang an galt Dior als Synonym für Stil. Dabei war der Designer sehr scheu, er beschränkte seinen Umgang auf wenige Freunde und mied die Öffentlichkeit. 1956, ein Jahr vor seinem plötzlichen Herztod, veröffentlichte er seine Memoiren. Darin nimmt er zu seinem öffentlichen Image Stellung: „Dieser siamesische Zwilling ist mir immer einen Schritt voraus, seit ich Christian Dior geworden bin. Mit ihm habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen.“ Die von Christian Dior geschaffene Welt lebt weiter in den Ateliers, in denen die besten Schneiderinnen in fachmännischer Handarbeit damit beschäftigt sind, Haute Couture zu erschaffen. Dior zählt zu den wenigen Modehäusern, die sich heute noch solche eigenen Ateliers leisten: das Atelier Tailleur (für Anzüge) und das Atelier Flou (für Kleider).

Bei seinem ersten Besuch in den lichtdurchfluteten Räumen im obersten Stock des historischen Gebäudes erfährt Raf Simons, dass viele Schneiderinnen dort schon seit über 40 Jahren arbeiten. Der Film begleitet die dynamische und fröhliche Leiterin des Atelier Flou, Florence Chehet, sowie Monique Bailly, die aufmerksame und schlagfertige Leiterin des Atelier Tailleur. „Für mich sind diese beiden die wichtigsten Angestellten unseres Hauses“, sagt Pieter Mulier, Raf Simons’ langjähriger Mitarbeiter und rechte Hand im Hause Dior. „Denn alles liegt in ihren Händen.“ Wir erleben, wie Simons seine Leidenschaft für Kunst in seiner Arbeit umsetzt. Er entdeckt eine 60 Jahre alte Webtechnik namens Imprimé Chaîne, bei der der Faden bedruckt wird, bevor er gewebt wird – das bringt Simons auf die Idee, die abstrakten Bilder des amerikanischen Malers Sterling Ruby für seine Stoffe zu übernehmen. Die Stoffdesigner haben allerdings noch nie Drucke dieser Größenordnung hergestellt, und unter dem großen Zeitdruck stellt der Auftrag selbst für diese erfahrensten aller Fachleute eine erhebliche Herausforderung dar… Christian Dior hat sein Haus nur zehn Jahre lang geleitet, dennoch prägte er die Modewelt nachhaltig. DIOR UND ICH zeigt, wie Raf Simons die Dior Archive durchstöbert, um sich inspirieren zu lassen. „Ich empfinde es als eine große Aufgabe, ein so ungeheuer gewichtiges und ehrfurchtgebietendes Erbe anzutreten“, sagt Simons, während ein Model das legendäre Bar-Kostüm von 1947 anzieht. Mit schmaler Taille, breiten Schultern und betonter Hüfte setzte sich dieser Look damals deutlich von den kantigen Kleidern der Kriegszeit ab, was Harper’s Bazaar als „New Look“ bezeichnete – damit war über Nacht ein neuer Stil entstanden, der das folgende Jahrzehnt maßgeblich prägte. DIOR UND ICH ist gleichzeitig die intime Geschichte eines Kronprinzen, der sich im gigantischen Schatten seines Vorgängers behaupten muss. Es ist einer der persönlichsten Momente, als Raf Simons Christian Diors Elternhaus in Granville / Normandie besucht. Er gesteht, dass er mit der Lektüre von Diors Memoiren begonnen hat, aber nicht weiterlesen konnte, weil ihm die Parallelen zu seiner Person zu unheimlich erschienen. „Ich musste das Buch aus der Hand legen – das war wirklich bizarr“, sagt Simons. „Und ich beschloss, besser nicht weiterzulesen, bis die erste Kollektion abgeschlossen ist.“ Mit großem Einfühlungsvermögen, Geduld und Rücksicht begleitet der Film die Person Raf Simons, die Entstehung seiner ersten Haute Couture Kollektion 2012 – und die Herausforderungen bei der Suche nach seiner persönlichen Handschrift.

Kinostart: 25.6.2015

„Einfach der beste Film über Mode“ ELLE MAGAZIN
„Spektakulär!“ VOGUE AUSTRALIA
„Packend“ THE TIMES

Regie, Drehbuch: Frédéric Tcheng

www.dior-und-ich-derfilm.de

Szenenbilder aus „Dior und Ich“

Dior und Ich Szenenbild

Mitarbeiter des Ateliers

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Raf Simons bei der Anprobe

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Die große Haute Couture Show

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Meeting der Schneiderinnen

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