31. Juli 2017

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Die Sache mit den Vorsätzen

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Die Welt ist offensichtlich nicht untergegangen, die Weihnachtsdeko ist wieder in Kisten verstaut, Silves¬ter haben wir auch hinter uns gebracht. Silvester, ein ganz besonderer Tag. Viele Menschen nehmen den Jahreswechsel nicht nur zum Anlass, sich mitten in der Nacht auf die kalte, regennasse Straße zu stellen, wildfremde Mitbürger mit guten Wünschen zu segnen und jede Menge Knallkör¬per abzufeuern, sondern fassen auch jedes Jahr aufs Neue Vor¬sätze.
Gute Vorsätze selbstverständlich. Der erste gute Vorsatz, nämlich an Silvester nicht so viel zu trinken, wird meist ohne Verzögerung noch vor Mitternacht über Bord geworfen, also liegt man am 1. Januar den halben Tag völlig verkatert im Bett und ist weit davon entfernt, das neue Jahr frisch zu beginnen. Aber morgen ist auch noch ein Tag.

Gesünder leben ist einer der beliebtesten Vorsätze. Nicht mehr rauchen, weniger

Kaffee trinken, netter zu seinen Kindern, zum Dackel oder dem Gatten zu sein, überhaupt mehr Gutes tun, mehr spenden, mehr Sport treiben, das Auto öfter stehen lassen, weniger sinnfreie Dinge kaufen (nein, meine Herren, Schuhe sind nicht gemeint), natürlich abnehmen, sich weiterbilden – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Doch kaum ist das frische Jahr ein paar Tage alt, verblassen die guten Vorsätze wie Kondensstreifen am Himmel. Man hat nicht gut geschlafen, das Wetter ist zu schlecht, nur noch heute, weil Tante Minna so genervt hat, am Samstag hat doch Freddy Geburtstag. Der Inner Pig Dog ist so groß wie nie und verweigert zähnefletschend die Passage zu einem schlanken, gesunden, sinn- und freudvolleren Leben. Also, was können wir tun, um unser Verhalten zu verändern?  
Wenn wir eingefahrene Muster verändern wollen, ist es zunächst wichtig, sich nicht zu viel vorzunehmen. Gleichzeitig abnehmen, nicht mehr rauchen und jeden Tag laufen übersteigt bei den meisten Menschen das Maß. Zu viel Veränderung macht dem Gewohnheitstier

Mensch tief drinnen Angst. Daher ist es sinnvoll, kleine Schritte zu machen. Vielleicht zunächst im Sinne der Fastenzeit auf Zucker und Alkohol verzichten. Einmal die Woche laufen, an einem bestimmten Tag, aber dann auch bei schlechtem Wetter. Statt nach dem Frühstück rauchen, ein Stück Obst essen.
Bevor du loslegst, überprüfe deine Motivation für die Veränderung. Ist es wirklich dein eigener Wunsch oder tust du es wegen jemand anderem? Was genau wird anders sein in deinem Leben, wenn du deinen Vorsatz umsetzt? Denn wenn wir nicht hundertprozentig hinter dem neuen Verhalten stehen, kippt die Lust sehr schnell. Wir vergessen, schludern und sind ruckzuck wieder im alten Fahrwasser. Dann fühlen wir uns schlecht, schuldig und schämen uns vor uns selbst.
Nimm dir vor, dein Verhalten für nur einen Tag zu verändern und schau, was passiert. Wenn es gut gelaufen ist, nimm den nächsten Tag dazu. Und dann den übernächsten und so weiter. Das

menschliche Gehirn braucht eine ganze Weile, bis sich neue neuronale Netzwerke gebildet haben und das veränderte Verhalten sich gefestigt hat. Sollte es überhaupt nicht klappen, erlaube dir, dir Unterstützung zu holen. Es gibt eine Vielzahl an Coaching-Techniken, mit deren Hilfe man die Fallstricke und Gründe für ein Festhalten an ungeliebten oder ungesunden Gewohnheiten herausfinden und beseitigen kann.
Ich wünsche euch ein spannendes, veränderungsträchtiges Jahr 2013! Lasst den Schweinehund neben euch her joggen!
Herzlich,
Ursula Yngra Wieland, PhönixX Lebenscoaching