22. Oktober 2017

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Dem Genuss verschrieben

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Daniel Patterson hat zwar sein Literaturstudium zugunsten einer Laufbahn als Koch geschmissen, aber in der Küche seines Restaurants Coi fördert der Autodidakt jeden Tag echte Gedichte aus seinen Töpfen zutage. Der Literat, Autodidakt und Unternehmer fand schon früh sein Zuhause in der Küche.

Daniel Patterson wurde in Lynn, Massachusetts geboren. Seine Mutter, eine Französischlehrerin, und sein Vater, ein Anwalt, waren durch und durch frankophil. Sie steckten ihren Junior schon in frühester Kindheit durch zahlreiche Aufenthalte in Frankreich mit ihrer Liebe zur französischen Lebensweise an. „In Frankreich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit großartigem Essen“, weiß Patterson deshalb auch zu berichten. Mit 14, während seiner Aushilfstätigkeit als Tellerwäscher, schnupperte Patterson in die Welt der Gastronomie rein. Kaum zu glauben, aber wahr: Hier packte ihn die Leidenschaft fürs Kochen und gute Essen erst richtig! Deshalb begann Patterson auch eine Ausbildung als Koch, lernte alles von der Pike auf und … na ja, ganz so war es dann doch nicht. Patterson begann nämlich erst

mal ein Literaturstudium an der Duke University in North Carolina. Obwohl interessiert an Literatur und am Schreiben, brach er sein Studium nach einigen Semestern ab und zog nach Kalifornien. Die Verlockung der Gastronomie war einfach zu groß.

Im zarten Alter von 25 eröffnete Patterson 1994 dann in Sonoma das Restaurant Babette’s . In dieser Zeit wurde er mit dem Titel Best New Chef vom Food & Wine Magazine ausgezeichnet sowie mit dem Titel Rising Star Chef vom San Francisco Focus und vom Food & Wine Magazine. Fünf Jahre später zog er nach San Francisco, wo unter seiner Regie das Elisabeth Daniel seine Türen öffnete, das 2001 von der James Beard Foundation für das Best New Restaurant nominiert wurde. 2006 folgte mit dem Coi  sein nächstes Restaurant der Extraklasse, in dem Patterson bis heute den Kochlöffel schwingt. Und das mit durchschlagendem Erfolg: 2007 wurde ihm vom San Francisco Magazine der Titel Chef of the Year verliehen. Weitere Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten: Der Guide Michelin verlieh dem Coi 2008 die zwei so heiß begehrten Sterne. Gleich vier Sterne bekam

Patterson vom San Francisco Chronicle zugesprochen. 2011 belegte das Coi  Platz 75 im „S. Pellegrino World’s 50 Best Restaurants“-Ranking und war damit das erste Restaurant aus San Francisco, das seit Bestehen der Liste dort Aufnahme fand.
Patterson wird von Gourmets und Kritikern vor allem wegen seines experimentellen und modernen Kochstils geschätzt. Er kombiniert hochwertige saisonale Produkte aus der Region mit den fortschrittlichsten Zubereitungs- und Küchentechniken. Pattersons größte Fähigkeit ist es, die Hauptzutaten stets in den Vordergrund zu kochen. Schmeckt man zwischen den Zeilen, erschließen sich einem durchaus ungewohnte Zutaten wie Eiskraut. Die Geschichte, die Patterson mit seinen Gerichten erzählen will, wird dadurch jedoch nicht überlagert.
Ob die kalte Auberginensuppe mit eingemachten Zitronen und Bergminze, die aus einer simplen Rübe geformte Rosenblüte mit Joghurt auf einem Beet geeister Rosenblüten oder das kräuterummantelte zarte Lendenfilet – Pattersons Gerichte sind wahre Abenteuer der modernen Küche.Bildschirmfoto_2012-06-03_um_11.49.19.pngBildschirmfoto_2012-06-03_um_11.49.35.png