15. Juli 2017

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„Bonaparty“ CD-Release von Django 3000: Teufelsgeiger und Porno-Bass

„Bonaparty“ CD-Release von Django 3000: Teufelsgeiger und Porno-Bass

Vor CD-Veröffentlichung durften wir die Band Django 3000 bei der Release-Party ihres neuen Albums „Bonaparty“ mit ihren Songs live erleben.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und hier kommt meine Meinung.

Django Release beitragsbild 5Erst die guten oder die schlechten Nachrichten? Heben wir uns das Gute für den Schluss auf (und der Schluss wird wirklich richtig gut)! Django 3000 hat gewiss seinen ganz eigenen Stil – und das ist gut für den Wiedererkennungswert. Böse Zungen würden sagen: hat man einen Song gehört, kennt man (fast) alle. Ich finde: die Band hat musikalisch verdammt viel Potential – zu viel, um es dabei bleiben lassen zu müssen. Drummer Jan-Philipp Wiesmann zum Beispiel könnte den Balkan-Oomph-Dah-Beat ab und zu noch etwas variieren … was er sicherlich auch super hinbekommen würde (sein explosives Solo hat den Beweis erbracht)! Sänger Kamil Müller, der wie die Faust aufs Auge zur Band passt, gibt so gut wie immer Vollgas. Dabei könnte er auch die milderen Regionen seiner Stimme mehr zur Geltung bringen, ohne dabei den „Party-Charakter“ einbüßen zu müssen. Und beim Thema „Party“ ein letzter Kritikpunkt: wenn Kamil im Intro-Film sagt, dass „Musik ja vor allem aus dem Herzen kommen müsse“, fragt man sich nach dem zehnten „Boom Boom Boom!“- „La La La“-, „Hey, hey, hey!“-Mitgröl-Refrain, ob das Ganze nicht eher bewusst reißerisch ist, so dass es der Letzte auch noch kapiert. Denn dass Kamil viel zu sagen hat, ist offensichtlich. Bei dieser Kritik sei betont: Man kann diese Band nicht auseinanderdividieren! Sie ist zusammen und in der Einheit stark, und das bringt uns auch schon zur guten Nachricht.

Django Release beitragsbild 4Ja, nun genug der Stänkerei! Denn ich muss ein fett großes Lob loswerden: ich wüsste nicht, welche Band in unserer Region solch eine Energie auf der Bühne versprüht – und wenn es darum geht, können Django 3000 es mit den ganz großen Bands der Welt locker aufnehmen. Die Jungs können sich verdammt gut auf der Bühne bewegen – und machen einfach Bock. Musikalischen Tiefgang hat dann z.B. auch der sehr virtuose Teufelsgeiger Florian Starflinger zu bieten, dessen Spiel bewegte Geschichten erzählen kann und den ein oder anderen Zauberspruch von den Lippen bringt. Auch sein Pendant am Porno-Bass, Michael Fenzl, ist kein Kind von schlechten Eltern (echt geil, der Dude!). Während des Songschreibe-Prozesses könnten sich diese beiden sogar noch mehr einbringen, um Songs zu schreiben, die sich aus der Masse dieser typischen Balkan-Bands tatsächlich absetzen können. Die Band hat das Potential zum nächsten Entwicklungsschritt, der sie tatsächlich nicht zum „One Hit Wonder“, sondern zu einer eingesessenen Institution im deutschen Musikgeschäft werden lassen kann.

Peace, Love & Rock’n’Roll!

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