20. August 2017

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Beim Lieblingskünstler im Wohnzimmer – Musik neu erleben mit Online-Konzerten

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www.dooop.de ist eine Streaming-Plattform für Online-Konzerte und soll sowohl dem Künstler als auch dem Musik-Fan eine ganz neue Art des Konzerterlebnisses bieten. Konzerte ganz gemütlich von daheim aus genießen – einfach per Computer oder Tablet.

Die Idee klingt spannend – daher hat magazine4 sie gleich einmal einem Live-Test unterzogen.

„Auf dooop wollen wir Künstlern eine Möglichkeit bieten, unkompliziert und flexibel Konzerte zu spielen“, so Gründer Fabian Schmid. „Mit dem Kauf eines Tickets unterstützen Fans die Künstler so etwa dabei, das nächste Album zu finanzieren oder die Kosten für den nächsten Tourneestop einzuspielen.“

Der Künstler entscheidet dabei frei, ob er sein Online-Konzert aus dem Proberaum, den Backstage-Räumlichkeiten oder vom Wohnzimmer aus gibt; auch über die Ticketpreise, den Veranstaltungstag und die –uhrzeit entscheidet er selbst.

Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt: die Künstler können mit einer Online-Konzertsession auf dooop die Resonanz auf Songs oder Ideen testen, die Fans zu einem intimen Privatkonzert im Wohnzimmer „einladen“ oder das neue Album einem Praxistest unterziehen. Aufgezeichnet wird keines der Konzerte – daher bleibt das Live-Feeling eines Konzertes auch erhalten.

Der Praxistest:

Mit Getränk und Knabbereien ging es gemütlich ins Bett. Der Ticketkauf ging einfach und schnell von statten – muss jedoch mit der Plattform-eigenen Währung „dooops“ bezahlt werden, die man per Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung erstehen kann.
Die Konzertpreise liegen derzeit zwischen umgerechnet 2 bis 3,50 Euro; erwerben kann man „dooops“-Pakete im Wert von einem, fünf und zehn Euro. Etwas mehr Euro auf seinem „dooops“-Konto zu haben, macht Sinn – denn so war der ein oder andere Cent/Euro noch da, um den Künstler im nachfolgenden Live-Konzert per Klick auf den „Trinkgeld geben“-Button zu belohnen.

Bereits vor dem Konzert ist eine interaktive Shoutbox neben dem Konzert-Bildschirm aktiv. Fans können sich hier bereits vor Konzertbeginn per Chat austauschen – und auch mit dem Künstler kommunizieren, sobald dieser online ist. Das ist praktisch für den Künstler, um die technischen Gegebenheiten vor Start des Konzertes beim Publikum zu checken. Der Fan wiederum hat die Möglichkeit, direkt mit dem Künstler in Interaktion zu treten, Fragen zu stellen oder sich Songs zu wünschen. Die Shoutbox-Idee bringt zudem sofort eine gleichgesinnte Community zusammen und macht das „Kennenlernen“ von neuen Leuten mit gleichen Interessen bei weitem einfacher als auf einem Live-Konzert.

dooop ist derzeit in der Betatest-Phase – auf dies wird man derzeit auch hingewiesen. Der letzte Feinschiff wird vorgenommen; die ersten Konzerte dienen demnach auch der Überprüfung der Webseite sowie dem Beheben von Fehlern. Trotzdem kann man sich als Musik-Fan schon einen guten Eindruck verschaffen. Zum Start der Plattform wird der Fokus bewusst auf noch unbekanntere, lokale Künstler gelegt, im nächsten Schritt sollen auch internationale Acts aus dem europäischen Ausland ihre Fans auf dooop erreichen – ob bekannte Stars, die Lust auf Neues haben oder Newcomer, die sich einem großen Publikum präsentieren wollen.

Wenn der Künstler online ist, hat man das Gefühl, ein Privatkonzert per Videochat zu erleben. Das hat etwas von einem privaten Skype-Anruf – sehr persönlich, sehr publikumsnah … und als Zuhörer vergisst man beinahe, dass da auch noch andere Zuhörer am Start sind. Der Künstler nimmt das Publikum mit in seine privaten Räumlichkeiten – und so kann der ein oder andere Fan Einblicke erhaschen, die er sonst von seinem Lieblingskünstler nicht erhält; im Chat wurden natürlich auch gleich Wohnzimmereinrichtung und Lichtverhältnisse diskutiert.

Das Fazit:

Eine prima Idee – sowohl für Künstler als auch für Musik-Begeisterte, und eine ganz neue Art, Konzerte zu dooop beitragsbilderleben. Es bleibt festzuhalten: mit dooop.de hat man die Möglichkeit, den Künstler ganz privat zu erleben; das ist durchaus spannend und interessant und schafft eine große Publikumsnähe. Für unsere Redaktion ist dooop ein cooles „Zuckerl“, das zusätzlich zu einem richtigen Live-Konzert, bei dem man in einer Konzertlocation steht und die Musik aus großen Boxen volles Brett auf die Ohren bekommt, neue und sympathische Einblicke zum Künstler und seiner Arbeit bringt. Ein richtiges Live-Konzert wird dooop zwar nicht ersetzen (denn wer hat schon eine komplette, geile Boxenanlage daheim), für einen lustigen und intimen Musikabend, eingekuschelt im warmen Bett und ohne das Haus verlassen oder sich stylen zu müssen, bringt dooop aber auf jeden Fall jede Menge Spaß!

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dooop.de. Aktuell ist die Website in der Beta-Version verfügbar.

Die nächsten Konzerte:

07.12.2014, 20 Uhr: Klima Duo – Deutschrockfolkpop
11.12.2014, 22 Uhr: Hannes Kreuziger – Deutscher Singer/Songwriter

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